Probleme und Stolpersteine auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Der Weg in die Selbständigkeit ist geprägt von potenziellen Stolpersteinen, denen ein Zahnarzt begegnen kann. Denn in der Regel macht man sich nur einmal selbständig. Woher soll das nötige Wissen kommen, um diese Hürden zu umgehen? Einige der häufigsten Situationen haben wir hier für Sie aufgelistet.

Die Frage aller Fragen: Mache ich mich mit einer neuen Praxis selbstständig, lasse ich mich anstellen oder übernehme ich eine Praxis?

Nach dem Studium gibt es viele Möglichkeiten. Wünschen würde sich wahrscheinlich jeder direkt die eigene, neue Praxis. Oft lässt sich das aber nicht sofort in die Realität umsetzen.

Natürlich ist die Anstellung die bequemere und einfachere Variante. Man setzt sich ins „gemachte Nest“ und fängt an zu bohren, während der Chef die Verantwortung für alles trägt. Aber viele träumen von einer eigenen Praxis und davon, der eigene Chef zu sein.

Doch was ist auf dem Weg zur eigenen Praxis alles zu bewältigen? Zunächst muss die Eintragung ins Zahnregister erfolgen und eine Zulassung muss erworben werden. Ist diese vorhanden, müssen Sie sich darum kümmern, geeignete Praxisräume zu finden. Das ist gar nicht so leicht, wie man es sich vorstellt und kostet Zeit. Sie müssen Räumlichkeiten finden, die zu Ihren Vorstellungen passen und sich gleichzeitig in einer guten Lage befinden. Praktizieren Sie auf dem Land oder in der Stadt? Egal für welchen Ort Sie sich entscheiden, führen Sie am besten eine Markt- und Standortanalyse durch. Denn bei einem breiten Angebot an Ärzten lassen sich auch die Patienten schlechter locken. Sind die Räume gefunden, gilt es sich auf einen Kauf-/Mietpreis zu einigen.

Aber danach ist es nicht getan, weiter geht es mit der Suche nach qualifiziertem Personal. Das ist in der heutigen Zeit – Stichwort „Fachkräftemangel“ – gar nicht so leicht. Schließlich soll Ihr zukünftiger Mitarbeiter auch zu Ihnen und in Ihre Praxis passen. Das hat zur Folge, dass es seine Zeit dauert, bis Sie das passende Team um sich versammelt haben. Diese Zeit sollten und müssen Sie sich aber nehmen und einplanen.

Weiter geht es mit dem Problem, dass eine moderne, effiziente Ausstattung angeschafft werden muss. Bei der Breite an Anbietern fällt es allerdings schwer, den Überblick zu behalten. Was brauche ich, was will ich und was ist nur „nice to have“? Das einzuschätzen kann ganz schön kompliziert sein und die Sorge, dass die Depots Ihnen möglichst viel verkaufen wollen, ist auch da. Anschließend will die Ausstattung, für die Sie sich schlussendlich entscheiden, auch finanziert werden.

Da kommt die nächste Hürde, nämlich die dicke Kreditsumme, die Sie aufnehmen müssen. Stellen Sie sich die Frage: Wieviel Startkapital wird benötigt, um die Praxis überhaupt ans Laufen zu bringen? Hier eine Beispielrechnung: Kaufpreis der Immobilie + Ausstattung + die ersten Monatsgehälter des Personals + monatliche Kosten wie Strom, Wasser etc… die Liste ist lang. Wieviel benötigen Sie für Ihre Alltagsfinanzen? Bedenken Sie: Bis die Praxis ausgebucht ist, dauert es auch seine Zeit. Oft wird die Summe, die anfangs benötigt wird, unterschätzt. Kalkulieren Sie in Ihrer Planung lieber pessimistisch als optimistisch. Das heißt, gehen Sie eher davon aus, dass Ihre Praxis schlechter läuft als Sie es erwarten. So gehen Sie auf Nummer sicher.

Es müssen verschiedene Verträge mit vielen Parteien geschlossen werden: mit dem Personal, dem Vermieter, den Banken und den Krankenkassen. Einmal durchschnaufen und die Arbeit abgeben? – nein, das sind alles Ihre Aufgaben!

Haben Sie schon einmal Arbeitsverträge geschrieben, bzw. wissen Sie, worauf hier zu achten ist? Wissen Sie, welche Paragrafen Sie prüfen müssen, bevor Sie einen Kreditvertrag unterschreiben? Grade bei Verträgen ist immer Vorsicht geboten.

Wie sehen Ihre Kenntnisse in puncto Buchführung und Kosten- und Leistungsrechnung aus? Mal ganz abgesehen von Ihrer Abrechnung, wo BEMA- und GOZ-Kenntnisse notwendig sind. Bei diesen Themen haben Sie die Wahl: Entweder Sie eignen sich dieses Wissen selbst an oder Sie verpflichten jemanden, der Ihnen diese Aufgaben abnimmt. Aber Sie müssen trotzdem kontrollieren können, ob alles korrekt abrechnet wird.

Ok, nun dürfen Sie einmal durchschnaufen – aber nur kurz.

Denn die nächste Aufgabe wartet schon auf Sie!

Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, ob Sie sich spezialisieren? Behandeln Sie jegliche Patienten, oder möchten Sie lieber ihren Fokus auf die Kinderzahnheilkunde legen? Hm, noch keine Idee? Na, dann aber mal los. Denn Sie müssen genau angeben, welcher Spezialisierung Sie nachgehen möchten. Ihre zahnärztliche Tätigkeit muss steuerlich angemeldet werden, schließlich soll ja alles nach Vorschrift erledigt werden. Ihre Spezialisierung hat ebenfalls Einfluss darauf, welche und wie viele Patienten Sie ansprechen – und wie Sie diese ansprechen sollten.

Sie sehen also, es gibt bei einer Praxisgründung einiges zu beachten. Für die meisten Probleme kann man keine pauschale Lösung nennen, da Sie von Arzt zu Arzt und von Praxis zu Praxis unterschiedlich ausfallen. Ganz klar ist auch, dass man als unerfahrener Gründer Fehler macht – das ist ganz normal. Allerdings gibt es Möglichkeiten, diese Stolpersteine geschickt zu umgehen. Man kann sich nämlich Hilfe von erfahrenen Kollegen holen, die Sie bei der Gründung tatkräftig unterstützen und viele Gefahren bereits kennen.

Solch eine Unternehmensgründung bietet die Zahnpraxis der Zukunft GmbH. Hier wurde ein Konzept entwickelt, mit dem Zahnmediziner auf dem Weg in die Selbständigkeit unterstützt werden. Das Konzept wird individuell auf jeden Arzt, seine Vision und Wünsche zugeschnitten und umgeht viele Stolpersteine. Informieren Sie sich doch einmal auf www.zpdz.de.

Kim Ringst, ZA

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