Nachlese IDS 2019

Kim Ringst, Mitarbeiterin der ZA eG, schildert hier ihre persönlichen Eindrücke der Internationalen Dental-Schau 2019, die vom 12. bis zum 16. März in Köln stattfand.

Da die IDS 2019 für mich die erste Messe dieser Größenordnung war, wusste ich vorher nicht, was mich erwartet. Schon beim Aufbau des Stands war ich beeindruckt von der Größe der Messe. Natürlich habe ich mich erstmal verlaufen. Dabei konnte ich mir aber einen kleinen Eindruck über das Ganze verschaffen. Es ist schon erstaunlich, aus welchen Ländern die Unternehmen nach Köln kommen, um an der IDS teilzunehmen. Auch von unseren Standnachbarn war kein Unternehmen deutsch. Stattdessen fanden sich vor allem japanische und koreanische Unternehmen.

Eine andere Sache, die mir bei meinem unfreiwilligen Ausflug durch die Hallen schnell auffiel, war, wie sehr sich unser Stand von dem Rest der Messe unterschied. Der allgemeine Trend auf der IDS schien vor allem Weiß zu sein. Das ist immerhin auch die vorherrschende Farbe in der Zahnarztpraxis. Unser Stand fiel schon deswegen ins Auge, da bei uns kein Weiß zu finden war. Außerdem war unser Messestand durch den gemeinsamen Auftritt der 5 Säulen bunter als die meisten anderen – immerhin mussten 5 Logos mit 5 unterschiedlichen Unternehmensfarben in den Stand integriert werden. Deswegen wurde extra für die Messe ein eigenes Logo kreiert. Doch nicht nur durch sein farbenfrohes Design fiel der Stand ins Auge. Dieses Jahr war unser Stand ein Café, ganz stilecht mit Bar, Lounge-Ecke und Barista. Anstatt für steriles Weiß haben wir uns für warme Töne und Möbel in Holzoptik entschieden. Unser Café sollte gemütlich und einladend wirken. Wir wollten bewusst eine Atmosphäre schaffen, in der man sich bequem niederlässt und ein bisschen plaudert – über die eigene Niederlassung natürlich. Wenn ich so daran denke, wie voll der Stand zwischenzeitlich war, scheint uns das gelungen zu sein. Auch Messebesuchern, die nicht im Vorfeld über die 5 Säulen informiert waren, fiel der Stand ins Auge. Viele Besucher wollten, nur weil sie den Stand so interessant fanden, Informationen über die 5 Säulen und was sie so tun. Natürlich dachten auch viele, meist nicht deutschsprachige, Besucher tatsächlich, dass es sich bei unserem Stand um ein öffentliches Café handelt. Ich kann im Nachhinein nicht mehr sagen, wie oft ich in diesen 5 Tagen die Worte „I’m sorry, but we’re not a public café.“ benutzt habe. Aber der Effekt, den wir erzielen wollten, war ganz klar erfüllt.

Unser diesjähriges Messethema „Kann ich Chef?“ wurde teilweise mit verwirrten Blicken bedacht. Viele, vor allem junge Zahnärzte hatten sich vorher noch gar nicht wirklich damit beschäftigt, was es heißt, Chef zu sein. Denn mit Bohren ist es leider nicht getan. Es gibt viele weitere Facetten, die gemeistert werden müssen, um „Chef zu können.“ Aber um genau diese Facetten zu erklären und wie man sie meistert waren wir ja da. Durch den Zusammenschluss der 5 Säulen wollten wir sicherstellen, dass alle Aspekte der Existenzgründung abgedeckt sind. Wir wollten die Frage "Wie mache ich mich eigentlich selbständig?" klären. Dabei war es uns wichtig, dass alle Aspekte der Gründung durch einen Ansprechpartner und erfahrene Kollegen abgedeckt waren, damit immer eine passsende Antwort oder Lösung gefunden werden konnte. – Und Fragen, die es zu beantworten galt, gab es viele. Sämtliche Kollegen hatten kaum 5 Minuten Zeit Mittag zu essen, da sie pausenlos in Gesprächen mit niederlassungswilligen Zahnärzten und Studenten vertieft waren. Mir, als nicht Zahnarzt, ist einmal mehr klar geworden, wie viel es bei der Existenzgründung doch zu beachten gibt und wie groß dementsprechend die Unsicherheit ist. Da ist es immer gut, jemanden zur Seite zu haben, der das alles schon mal gemacht hat. Doch trotz der Fragen scheint die eigene Praxis nach wie vor einen großen Anreiz darzustellen, auch wenn viele Zahlen etwas anderes vermuten lassen. Anders kann ich mir den großen Ansturm auf unseren Stand kaum erklären. Teilweise waren keine Sitzplätze mehr zu finden und keine Ansprechpartner mehr frei, da überall Beratungsgespräche stattfanden. Nach 5 Tagen Messe wären uns ein paar freie Sitzplätze zwar auch lieb gewesen, aber aufgrund des großen Interesses waren die Fußschmerzen immer wieder schnell vergessen.

Mich hat die allgemeine Atmosphäre, auch im Messeteam, sehr an ein Café erinnert. Das Team war sehr entspannt, was mit gutem Kaffee kein Wunder ist, und alle haben einwandfrei zusammengearbeitet. Obwohl wir mit 5 Unternehmen vertreten waren, hat alles geklappt, als würden wir schon seit Jahren so zusammenarbeiten. Aus meiner Sicht war die IDS 2019 ein voller Erfolg. Ich hoffe, dass wir einige Fragen klären und Unsicherheiten beseitigen konnten. Wenn sich einige Zahnärzte nun in ihrem Vorhaben sich niederzulassen bestärkt fühlen, haben wir unser Ziel erreicht. Natürlich stehen wir bei weiteren Fragen immer wieder gerne zur Verfügung. Und jetzt geht es in die praktische Umsetzung, die Zahnärzte in die Niederlassung zu begleiten!

Kim Ringst, ZA eG

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