Frauen führen anders

Frauen spielen mittlerweile eine wichtige Rolle in der Zahnmedizin, denn: Immer mehr Studienanfängerinnen sind Frauen. Dadurch hat sich der Anteil der Zahnärztinnen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Dies ist ein positiver Trend, der die Vielfalt und die verschiedenen Perspektiven in der Zahnmedizin bereichert. Eine Herausforderung bleibt die Integration in Führungspositionen.

Erstellt: 01.04.2024

Aktualisiert: 23.06.2025

Junge Zahnärztin ballt die Faust
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Feminisierung des zahnmedizinischen Berufes

Dass immer mehr Frauen den Zahnarztberuf ergreifen, spiegelt sich auch in offiziellen Zahlen wider: Der Anteil der Studienanfängerinnen im Fach Zahnmedizin lag 2022 bei 72,5 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer (BZÄK)). In einer Analyse der apoBank (Deutsche Apotheker- und Ärztebank) wurde dieser Trend bereits vor einigen Jahren bestätigt: Im Jahr 2021 stieg der Anteil der Zahnärztinnen, die sich zum ersten Mal niedergelassen haben, auf 56 Prozent an.

Empathischer Führungsstil

In Führungspositionen werden Frauen oftmals empathischer als ihre männlichen Kollegen wahrgenommen. Sie kommunizieren anders – sowohl mit ihren Mitarbeitern als auch mit ihren Patienten. Dabei denken sie ganzheitlich und nachhaltig. Frauen zeigen in der Zahnmedizin ein starkes Engagement für kontinuierliche Weiterbildung und berufliche Entwicklung. Sie sind bereit, in ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu investieren, um auf dem neuesten Stand der Entwicklungen in der Zahnmedizin zu bleiben. Dies ist entscheidend, um den Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten und die Qualität der zahnmedizinischen Dienstleistungen zu verbessern.

Das Ziel: mehr Frauen in Führungspositionen

Es ist wichtig, dass Frauen die gleichen Möglichkeiten und die gleiche Unterstützung erhalten, um ihre beruflichen Ziele zu erreichen. Dafür müssen traditionelle Rollenbilder neu gedacht und unbewusste Vorurteile aufgehoben werden. Dies schafft nicht nur ein gerechteres Arbeitsumfeld, sondern bringt auch eine Vielzahl von Perspektiven und Ideen in die Branche ein. So sieht es auch die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV): Die Arbeitsgruppe zur Frauenförderung (AG Frauenförderung) hat einen umfassenden Maßnahmenkatalog erarbeitet, mit dem Ziel, mehr Zahnärztinnen für eine Beteiligung in den Gremien und Führungspositionen zu begeistern.

„Nur eine Selbstverwaltung, in deren Gremien sich die Vielfalt der Mitglieder widerspiegelt, kann den Anspruch erheben, für den gesamten Berufstand zu sprechen.“ www.kzbv.de/frauenfoerderung

Alexandra Schrei, KZV Nordrhein

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